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Jacques Derrida sagt über die Übersetzung (sowie auch über die Gerechtigkeit und andere dekonstruierte Begriffe), dass sie sowohl notwendig als auch unmöglich sei. Gleiches gilt auch für Identität und letzten Endes sogar für die Gesellschaft. Gesellschaft ist unmöglich und gerade deshalb notwendig. Gleiches gilt für die Demokratie.
Wenn wie aus Lacan zu lesen ist, das Selbst im Anderen nur imaginär ist, also sich z. B. auch die Demokratie in anderen Formen des Regierens nur imaginär spiegelt und sich so nie selbst erkennen kann und wenn es also Ziel sein soll, dieses Imaginäre zu dekonstruieren, was bedeutet das dann für aktuelle Demokratien? Müssen diese Formen des Regierens demontiert werden, um zu ihrem "realen" Sein vorzudringen? Oder sollte das Zusammenspiel der drei Register des Imaginären, Symbolischen und Realen unangetastet bleiben?
Diese und andere Fragen stelle ich mir in meiner Forschung. Bedeutende DenkerInnen sind dabei Jacques Lacan, Jacques Derrida, Ernesto Laclau, Slavoj Zizek, Judith Butler u.a.
Cornelia Bruell ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin in Wien